5 Tipps für den Hundestrand

von Mike Scheffner

Sommer, Sonne, Strand! Das genießt jeder gern. Und mit Hund ist es gleich doppelt schön. So denken viele Hundebesitzer und nehmen ihren Vierbeiner mit ans Meer. Auf zum Hundestrand! Hier treffen sie alle aufeinander. Die Kleinen, die Großen, die Wilden und die Ängstlichen. So mancher Großstädter kennt das vom täglichen Wahnsinn auf der Hundewiese. Und genau wie dort, ist es auch am Hundestrand ein Wunder, dass nicht mehr passiert. Da plustern sich Rüden auf, weil eine Hündin über den Deich kommt, daneben jagen gleich drei Balljunkies hinter einem Ball her. Dazwischen ein kleines, kläffendes Etwas, das in ständigem Galopp an der Flexi-Leine zieht und alles angeht, was nicht sofort zur Seite springt.

Damit du immer Herr der Lage bleibst und der Urlaub am Hundestrand entspannt wird, hier fünf Tipps:

Wasser!!!

„Pfui! Aus! Komm sofort da raus!“ Kennst du auch die Hundebesitzer, die wild gestikulierend ihrem vierbeinigen Begleiter klarmachen wollen, dass er nicht aus dem Meer trinken soll. Komischerweise ist dann meistens irgendein Besserwisser nicht weit, der das gar nicht so schlimm findet. Doch, ist es. Das kann mit Durchfall quer durchs Hotelzimmer enden!

Tipp Nr. 1: Gib deinem Hund immer ausreichend zu trinken, ehe ihr zum Hundestrand geht. Und nimm genügend Wasser für ihn mit.

Strandkorb

Zumindest an den Stränden der Nord- und Ostsee wird die Badekultur hochgehalten. Da stehen sie. Mal quer Beet, mal in Reih und Glied. Strandkörbe wohin man blickt. Für einen Hundestrand ideal.

Coole Surfer können sich mit einem Handtuch in den Sand schmeißen. Für Hundebesitzer empfiehlt sich ein Strandkorb. Nicht nur, weil er Liegestuhl, Windschutz, Kuschelbude und vieles mehr in einem ist. Also quasi das Schweizer Taschenmesser unter dem Strandequipment. Er bietet dem Hund auch immer einen Schattenplatz in direkter Nähe. Die Tragegriffe des Strandkorbs sind stabil und eignen sich hervorragend dafür, um das kleine Energiebündel mit 40 kg Kampfgewicht anzubinden. Ja, Rocky, Django und Konsorten müssen nicht den ganzen Tag am Strand toben.

Tipp Nr. 2: Miete einen Strandkorb

Leben und leben lassen

Du hast vielleicht den Rüden mit den dicksten Eiern an den Stränden östlich von Kiel. Das heißt aber nicht, dass du zulassen musst, dass er sie dauernd raushängen lässt! Klartext: Ohne gegenseitige Rücksichtnahme geht es nicht. Wie würde es dir gefallen, wenn der Hund nebenan ständig kläfft, weil der zweibeinige Teil seines Rudels entweder im Wasser ist, Ball spielt oder Bier von der Fischbude holt? Oder wenn der Bulldozer von einem Rottweiler so wild spielt, dass alle anderen die Flucht ergreifen. Oder wenn der apportiersüchtige Labrador immer das Spielzeug deines Hundes aus dem Wasser holt und du nur mit Glück eine Beißerei verhindern kannst? Die Liste ließe sich beliebig fortführen, aber ich denke, die Botschaft ist angekommen. Egotrip funktioniert nicht am Hundestrand.

Tipp Nr. 3: Sorge dafür, dass dein Hund andere nicht belästigt.

Wenn die Rute nicht mehr geht

Der Ball ist rund. Die Ballschleuder parat. Der Hund muss spielen! Kapiert? Der Hund muss spielen! Es ist ja Urlaub. Herrchen und Frauchen haben Zeit. Und die muss ja irgendwie „rumgekriegt“ werden. Sammy, Frodo, Bella und wie sie alle heißen, apportieren freudig.

Zumindest die allermeisten. Bei einigen nicht-so-doll-Wasser-affinen Exemplaren muss der zweibeinige Teampartner in die Fluten, um das Spielzeug zu retten.

In den allermeisten Fällen haben jedoch alle Beteiligten viel Spaß. Der endet allerdings in manchen Fällen, wenn der Hund einige Stunden später wie ein begossener Pudel dasteht. Die Rute wie gelähmt und schmerzend.

Vorsicht, wenn das Meer noch kalt ist

Was ist passiert? Der Hund leidet unter einer sogenannten Wasserrute. Die Hunde setzen ihre Rute beim Schwimmen ein. Es kommt zu einer Überbeanspruchung und die führt in Kombination mit der Kälte des Wassers zu dem beschriebenen Krankheitsbild. Jetzt nicht lang zögern. Ab zum Tierarzt. Die Sache ist sehr schmerzhaft für Ginger, Gangster und Freddy.

Für Abkühlung im Meer sind die meisten Vierbeiner dankbar. Aber übertreibt es nicht. Und bitte, zwingt eure Hunde zu nichts. Nicht jeder ist eine Wasserratte.

Tipp Nr. 4: Dosiere das Spielen im Wasser auf ein vernünftiges Maß.

Wenn du es machst, mach’s mit Tütchen

Schadenfreude kann schön sein. Und so mancher mag es lustig finden, wenn der Poser mit der viel zu knappen Badehose in die Hinterlassenschaften eines Hundes tritt, die nur locker mit Sand überdeckt wurden. Aber spätestens, wenn ein Kleinkind darin rummatscht, weil es eine Sandburg bauen will, ist der Spaß vorbei. Also:

Tipp Nr. 5: Immer genug Kackbeutel mitnehmen.

Einen schönen Urlaub und viel Spaß am Hundestrand wünscht euch das Sporthund Team!