Fährten und Fährtengegenstände

Bei der Fährte sucht der Hund eine Spur mit seiner Nase ab welche vorher von einem Fährtenleger gelegt worden ist.

Je nach Prüfungsstufe des Hundes (IPO 1, 2 oder 3) sind diese Fährten 300, 400 oder 600 Schritte lang.

Dabei sollte der Hund zwei bis drei Fährtengegenstände finden.

Bei Fährtenhunden (FH) ist die Spur zum einen deutlich länger und zum anderen sind auch mehr Gegenstände auf der Fährte welche der Hund finden sollte. (FH 1- 1200 Schritt und 4 Gegenstände; FH 2- 1800 Schritt und 7 Gegenstände)

Die Gegenstände haben eine sehr hohe Wertigkeit in der Punktevergabe in der Prüfungsordnung IPO.

So kann ein Hund der keinen Gegenstand gefunden hat maximal mit einem „befriedigend“ bewertet werden.

Die Fährtengegenstände können aus unterschiedlichen Materialien sein wie Leder, Holz, Filz oder Stoff.

Dabei gibt es natürlich Unterschiede in der Materialbeschaffenheit und damit im Schwierigkeitsgrad für den Hund.

Je großporiger das Material, umso mehr Geruchspartikel kann es innerhalb der kurzen Zeit in welcher der Fährtenleger den Gegenstand bei sich trägt, aufnehmen. Je glatter die Oberfläche umso weniger Geruch bleibt daran „hängen“.

Zudem dürfen sich die Gegenstände in Ihrer Farbe nicht wesentlich vom Boden abheben auf welchem die Fährte gesucht wird. Somit sind auch durchaus je nach Bodenbeschaffenheit weiße Gegenstände möglich (heller, sandiger Boden). Dies soll verhindern, dass der Hund die Gegenstände statt mit der Nase mit den Augen sucht.

Wie der Hund trainiert wird um die Gegenstände sicher und sauber zu verweisen oder aufzunehmen, dazu gibt es sicher genauso viele unterschiedliche Möglichkeiten wie auch in den meisten anderen Bereichen der IPO Ausbildung. Allerdings sollte der Hund so viel wie möglich unterschiedliche Materialen, Farben und Beschaffenheiten von Gegenständen auf unterschiedlichsten Böden kennen lernen.

So wird weder der Hund noch wir plötzlich von einem Gegenstand überrascht.

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